Kuala Lumpur und eine wegweisende Begegnung

Nach diversen kleinen Problemchen wollten wir nun also in die Hauptstadt Malaysias Kuala Lumpur. Nach einer idyllischen Übernachtung außerhalbs machten wir uns auf den Weg. Unterwegs fällt uns ein Laden mit Alpine Radios auf, da halten wir natürlich sofort an. Schließlich haben wir noch kein neues. Es stellt sich heraus, dass das gleiche Radio hier umgerechnet 400€ kosten soll. So ein Mist, also kaufen wir keins. Die Straße führt uns unmittelbar zu den Petronas Towers, die bis 2004 die höchsten Gebäude der Welt waren. Nach längerer Parkplatzsuche (wir sind zu hoch und zu lang!) finden wir schließlich einen und kaufen uns Tickets für eine nächtliche Besichtigung der Türme. Wie auch in Singapur gibt es hier wieder Shopping der Superlative, direkt an die Petronas Towers grenzt eine Shoppingmall die ihres gleichen sucht. Uns zieht es raus an die prächtigen Springbrunnen. Neben den Petronas Towers, die im Golden Triangle stehen, wird Chinatown als sehenswert angepriesen. Also machen wir uns dahin auf und nehmen das Auto, wie wir später im Stau steckend bereuen, mit. Chinatown ist dass absolute Kontrastprogramm : volle enge kleine Gassen, allerlei gefälschte Luxus Artikel und jeder Verkäufer will uns eine Rolex, Handtasche oder Trikot verkaufen. Mir wird das Rumgeschubse schnell zu viel und gehe wieder zurück zum Auto. Auf einmal tauchen an meinem Fenster zwei Deutsche auf, deren Gesichter leuchten und mir erklären, sie seien ebenfalls unterwegs in einem Auto (schaue unter Links nach ihrer Website). Nach kurzer Unterhaltung wird klar, dass die beiden unsere ursprünglich anvisierte Route durch China in die Mongolei fahren. Diese hatten wir ja aufgrund der hohen Kosten abgeblasen ( teures Visum und den chinesischen Guide bezahlen). Kathi und Martin haben noch ein weiteres Pärchen in unserem Alter gefunden, die mitkommen wollen und so reduzieren sich die Kosten. Also überlegen wir jetzt ob wir da mitfahren sollen und im April statt Indien, Pakistan und Iran in 20-30 Tagen durch China fahren uns dann ein bisschen die Mongolei anschauen und dann Mitte Ende Mai uns auf den, ähm, von Ulan Bator aus auf den Heimweg von schlappen 8000 km machen. Klingt verrückt, ist auch so…. Positiv anzumerken sei, dass es eine geteerte Straße von Ulan Bator durch ganz Russland usw. gibt.

Um der Hitze von Kuala Lumpur zu entfliehen machten wir uns dann auf Richtung Cameron Highlands, dass so auf 1500 m Höhe liegt. Auf dem Weg dahin waren wir dann tatsächlich, weil es ja so kalt ist, noch in heißen Quellen baden. Baden gehen die Leute hier, Mann wie Frau, übrigens komplett angezogen. Das ist total ulkig wenn man aus dem Wasser geht und die Kleidung ungefähr 20 kg wiegt.

Bis bald und liebe Grüße,

Miriam

3 thoughts on “Kuala Lumpur und eine wegweisende Begegnung

  1. Hartmut Grabold

    Das tollste an so einer Reise sind sicher die unvorhersehbaren Erlebnisse und vor allem Begegnungen.
    Ich wünsche Euch weitere viele Überraschungen, denn ich weiß: ihr macht was draus.
    Viel viel Spaß!
    Hartmut

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  2. Lisa

    Tag die Dame, Tag der Herr, ich bin zurück im kapitalistischen Mutterland und kann eure Berichte jetzt verfolgen! Es ging ja schon ganz schön heiß her auf der kurzen Strecke…
    Macht doch mal Bilder vom Essen und vom Alltag im Höllenmobil, das würd mich interessieren! 🙂
    Liebe Grüße!

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    1. Miriam R Post author

      Dein Wunsch sei uns Befehl :). Kulinarische highlights bisher: einmal hatte ich einen kompletten Hühnerfuß in meinem Curry und vorgestern bin ich mir ziemlich sicher das frittierte Würmer neben meinem Reis lagen. Da hab ich dann elegant drum herum gegessen. Jörg wär aber furchtlos und hat alles aufgegessen. Generell gibt es hier malaiische, chinesische, thailändische und indische Küche. Der typische Malaysier isst gebratenen Reis zum Frühstück, Mittags Nudeln und abends wieder Reis. Ich seh mal zu das ich demnächst ein paar Bilder mache.

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