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Abgeschleppt, ausgeraubt, ausgewiesen und abgesumpft

… so könnte man den Tag beschreiben.
Zunächst scheint alles gut zu laufen, der AAS (der ADAC Singapurs) holt uns pünktlich am Hostel ab und wir fahren zum Hafen, um unser Reisemobil abzuholen. Doch schon bei dem Versuch auf das Hafengelände zu kommen, hapert es. Irgendein Dokument ist falsch oder es fehlt ein Teil – weiß der Geier. Ein Anruf bei Cheryl von der Shipping Agentur, eine Stunde warten und es läuft.
DasAuto ist schnell gefunden und an den Haken gehängt, doch es fällt sofort auf, dass die Nummernschilder geklaut und dasRadio gegen ein Stück Schrott ausgetauscht wurden! Also erst mal raus aus dem Hafen und zur Polizei für eine Anzeige. Danach besorgen wir uns neue Nummernschilder und lassen uns endlich zur Grenze Singapurs abschleppen.
Wieso ADAC & abschleppen? – Weil in Singapur keine Wohnmobile fahren dürfen!
Mittlerweile ist es nach 1800 und der Abschleppdienst lässt uns vom Haken, wir überqueren aus eigener Motorkraft die Brücke nach Malaysia und nach weiteren 90Min. Sind wir durch die malaysischen Grenzkontrollen durch.
An der ersten Tanke tanken wir für umgerechnet 80€ den Tank voll (€0.52/l) und versuchen unser Glück am ersten Bankautomat. Der geht schief und die erste Kreditkarte ist gesperrt – doof! Mit den letzten Singapur Dollar besorgen wir uns Wasser, Kekse und ein Abendessen. Die muslimischen Frauen hinter den Verkaufstresen sind freundlich und beherrschen ein paar Worte Englisch.
Auf der Suche nach einem Schlafplatz biegen wir von der Hauptstraße ab. Der Weg endet auf einer Art Damm, ein paar dutzend Meter vom Meer entfernt. Wir fahren den matschigen Damm entlang. Rechts von uns Sumpf und Kokosnussplantagen, links Mangrovenbäume. Irgendwann wird der Weg zu eng und wir entscheiden umzudrehen. An einer etwas breiteren Stelle versuche ich mein Glück zu wenden. Dies war ein Fehler! Der Morast ist zu weich, der Wagen versackt im Schlamm – Regel Nummer eins im Gelände: immer zuerst den zu befahrenden Weg zu Fuß abgehen – missachtet und sofort bestraft! wir stecken fest.
Kurz um, es dauert 5h bis der Wagen mit Händen frei gebuddelt, mit dem HiLift-Wagenheber angehoben, die Sandbleche untergelegt und mit Zusätzlicher Muskelkraft befreit ist.

Erschöpft schlafen wir auf unseren Sitzen ein – Tag eins mit dem WoMo abgeschlossen