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Penang Island – George Town

Die Insel Penang ist bereits seit dem 2. Jahrhundert nach Christus ein wichtiger Handelsknoten u.a. für Seide und Gewürzen. In seiner langen Geschichte, wechselte Georgetown öfters den Besitzer und so verwundert es nicht, dass hier Menschen und Ethnien aus der ganzen Welt vertreten sind.
Am Ankunftsabend besuchen wir den Nachtmarkt in Batu Ferringi, einem Ort ganz im Norden der Insel. Dort reihen sich auch die verschiedenen Hotels aneinander und am Strand kann man sein Geld für Jetski, Bananaboot fahren oder Pferdereiten ausgeben.
Nach kurzem Flanieren und einem Abendessen, fahren wir an die Grenze des im Nordosten gelegenen Nationalparks. Unweit davon finden wir ein Stück Paradies, eine (fast einsame) Lücke zum Strand.
Den nächsten Morgen lassen wir es gediegen angehen, bei Toast, baked Beans und Kaffee. Den Mittag über flüchten wir in ein Einkaufszentrum und besorgen u.a. Kleinkrams, um ein wenig besser Ordnung im Fahrzeug halten zu können.
In einer stadtnahen Bucht, der Moonlight Bay, treffen wir auf den Malayen Melvin, der dort den ersten Aquafunpark Malaysiens aufmachen will. Der schwimmende Hindernissparcour steht bereits und die ersten Probeläufe mit Jungen Locals sind im vollen Gang. Uns lädt er auch ein und so laufen, klettern und springen über die Hindernisse, oder fallen unverhofft ins Wasser. Für den Abend lädt Melvin uns ein dort am Strand zu übernachten. Wir nehmen das Angebot an aber fahren zunächst zurück in die Stadt, um mit den Kanadierinnen und ihrem flüchtigen bekannten Russel zu Abend zu essen.
Die Nacht in der Moonlight Bay ist schön und dank unseres Allrads, schaffen wir es auch die steile Geröllrampe hinauf und zurück auf die Straße. In der Stadt wechseln wir auf einen Motorroller, um flexibler zu sein. Nach einem Besuch der kleinen Gässchen in Hafennähe, fahren wir auf einen nahegelegenen Berg zum Kek Lok Si Tempel. Dort steht u.a. die 36m hohe Statue der Muttergöttin Kuan Yin, als auch die 30m hohe Pagode Ban Po Thar.
Zurück in der Stadt geht es noch schnell zum Blauen Herrenhaus von Cheong Fatt Tze und vorbei an diversen Moscheen. Zum Abendessen sind wir bei den Kanadierinnen in Russels Wohnung eingeladen.
Am Folgetag entschließen wir uns diebessichre Insel zu besuchen. Auf der Insel befindet sich ein Stausee für Trinkwasser und Strom. Kaum haben wir den hinter uns gelassen, geht es durch den Dschungel und entlang einer kleinen Passstraße. Dort begegnen wir einem holländischen Pärchen, die ebenfalls mit einem alten Toyota HZJ75 unterwegs sind, und dessen Aufstelldach von unserer Toyowerkstatt in Deutschland – Tom’s Fahrzeugtechnik – stammt.
Wir unterhalten uns, täuschen Infos und Emailadressen aus und fahren weiter.
Ganz im Süden endet die Straße an einem Strand. Dort befinden sich jedoch nur muslimische Personen, die voll begleidet baden gehen und da Miriam dazu keine Lust hat, fahren wir weiter.
Am Flughafen der Insel vorbei geht es zum Schlangentempel. Sowohl innen vor dem Altar, als auch draußen in einer Art Freigehege, liegen die Schlangen und tun nix. Für Touris gibt es Vipern um den Hals gelegt, ansonsten kann man dort regulär beten.
Am Abend besuchen wir erneut den Nachtmarkt und übernachten in der Moonlight Bay. Es ist unsere vierte und letzte Nacht auf Penang

Eldorado für Land Rover Defender: Cameron Highlands

Von den Locals empfohlen, vom Lonely Planet bestätigt und von der Hoffnung auf Abkühlung getrieben, treibt es uns hinauf zu den Cameron Highlands.
Etwas übereifrig der übersichtlichen Fahrdistanz bis zur ersten größeren Ortschaft in den Highlands, fahren wir am späten Nachmittag in den Pass hinein. Doch die 60km beginnen sich rasch immer mehr zu winden und wenden. Da nach einer Stunde Fahrt das Tageslicht ausgeht, und wir eigentlich die Landschaft des Passes genießen möchten, unterbrechen wir die Auffahrt auf halber Strecke und halten neben einem einsamen Verkaufsstand.
Die Nacht auf rund 600m NN ist frisch!
Am nächsten Morgen ist der Verkaufsstand von ein paar Jungs besetzt, die Bohnen verkaufen und das Auto beobachten.
Auf den folgenden Kilometern häufen sich die Verkaufsstände, die Früchte, Gemüse und Ratanmöbel verkaufen. In den Kehren verlaufen kleine Wasserläufe und Fälle – an einem pausieren wir für meine morgendliche Wäsche.
Auf rund 1400m Höhe erwartet uns die erste Stadt. Hier wird gehandelt mit Gemüse und Früchten, u.a. mit Erdbeeren und Tee. Und hier beginnt das Eldorado! Landrover Defender älterer Serie als Pickup mit zusätzlichem Dachgepäckträger über Kabine in Hülle und Fülle. Auch ein Toyota Landcruiser BF40 Stand am Straßenrand. Zum Verständniss: Bevor ich unser jetziges Auto kaufte, las ich mich durch diverse Foren und u.a. diese Modelle sind der Inbegriff von unverwüstlichen Off-Roadern Weltweit und z.T. echte Oldtimer. Kurz um: ich bin eher der Fan von Höherlegung und Schnorchel als GoKart und Chromefelgen.
Mehr Infos zum BJ40 gefällig? LandCruiser BJ40
Der Zielort Tanah Rata liegt auf ca. 1400m und ist eine Touristenhochburg, sowohl für einheimische, wie auch Backpacker. So verwundert nicht das Touriangebot von Bars, Shops und Massageräumen oder geführte Trekkingtouren durch den Dschungel. Für die Unterkunft stehen Backpacker Hostels und High Class Resort Hotels zur Verfügung, die einen zum Teil mit Märchenthematiken einladen zum bleiben. Zur Zeit sind Schulferien, dementsprechend ist der Ort gut gefüllt.
Neben den schönen Dingen gibt es aber auch unerfreuliches zu berichten. So werden viele Flächen des tropischen Urwaldes für Agrarprodukte gefällt und aufbereitet. Eine Gemüseplantage reiht sich an die nächste. Bienenstöcke stehen in Reihen am Rande der Felder für die Besteubung bereit, eine Fläche weiter spritzt der Bauer irgend ein Mittel auf die Pflanzen – er trägt einen Atemschutz. So weit so gut, jedoch Unwissenheit schützt nicht: Viele Hänge erodieren und es kommt zu Erdrutschen auf Grund mangelnder Bodenbefestigung. Im Tal reihen sich die Kokosnussplantagen meilenweit aneinander, alles Monokulturen für die Ölgewinnung für Kosmetika und Lebensmittel, betrieben von großen Konzernen.
Am Ende des dritten Tages geht es nach einem Teeplantagenbesuchsbzurück ins heiße Tal. Uns angeschlossen haben sich zwei Kanadierinnen, die dankbar für die Mitnahme sind.
Davon und von vielem mehr in einem anderen Post.

Jörg