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Eldorado für Land Rover Defender: Cameron Highlands

Von den Locals empfohlen, vom Lonely Planet bestätigt und von der Hoffnung auf Abkühlung getrieben, treibt es uns hinauf zu den Cameron Highlands.
Etwas übereifrig der übersichtlichen Fahrdistanz bis zur ersten größeren Ortschaft in den Highlands, fahren wir am späten Nachmittag in den Pass hinein. Doch die 60km beginnen sich rasch immer mehr zu winden und wenden. Da nach einer Stunde Fahrt das Tageslicht ausgeht, und wir eigentlich die Landschaft des Passes genießen möchten, unterbrechen wir die Auffahrt auf halber Strecke und halten neben einem einsamen Verkaufsstand.
Die Nacht auf rund 600m NN ist frisch!
Am nächsten Morgen ist der Verkaufsstand von ein paar Jungs besetzt, die Bohnen verkaufen und das Auto beobachten.
Auf den folgenden Kilometern häufen sich die Verkaufsstände, die Früchte, Gemüse und Ratanmöbel verkaufen. In den Kehren verlaufen kleine Wasserläufe und Fälle – an einem pausieren wir für meine morgendliche Wäsche.
Auf rund 1400m Höhe erwartet uns die erste Stadt. Hier wird gehandelt mit Gemüse und Früchten, u.a. mit Erdbeeren und Tee. Und hier beginnt das Eldorado! Landrover Defender älterer Serie als Pickup mit zusätzlichem Dachgepäckträger über Kabine in Hülle und Fülle. Auch ein Toyota Landcruiser BF40 Stand am Straßenrand. Zum Verständniss: Bevor ich unser jetziges Auto kaufte, las ich mich durch diverse Foren und u.a. diese Modelle sind der Inbegriff von unverwüstlichen Off-Roadern Weltweit und z.T. echte Oldtimer. Kurz um: ich bin eher der Fan von Höherlegung und Schnorchel als GoKart und Chromefelgen.
Mehr Infos zum BJ40 gefällig? LandCruiser BJ40
Der Zielort Tanah Rata liegt auf ca. 1400m und ist eine Touristenhochburg, sowohl für einheimische, wie auch Backpacker. So verwundert nicht das Touriangebot von Bars, Shops und Massageräumen oder geführte Trekkingtouren durch den Dschungel. Für die Unterkunft stehen Backpacker Hostels und High Class Resort Hotels zur Verfügung, die einen zum Teil mit Märchenthematiken einladen zum bleiben. Zur Zeit sind Schulferien, dementsprechend ist der Ort gut gefüllt.
Neben den schönen Dingen gibt es aber auch unerfreuliches zu berichten. So werden viele Flächen des tropischen Urwaldes für Agrarprodukte gefällt und aufbereitet. Eine Gemüseplantage reiht sich an die nächste. Bienenstöcke stehen in Reihen am Rande der Felder für die Besteubung bereit, eine Fläche weiter spritzt der Bauer irgend ein Mittel auf die Pflanzen – er trägt einen Atemschutz. So weit so gut, jedoch Unwissenheit schützt nicht: Viele Hänge erodieren und es kommt zu Erdrutschen auf Grund mangelnder Bodenbefestigung. Im Tal reihen sich die Kokosnussplantagen meilenweit aneinander, alles Monokulturen für die Ölgewinnung für Kosmetika und Lebensmittel, betrieben von großen Konzernen.
Am Ende des dritten Tages geht es nach einem Teeplantagenbesuchsbzurück ins heiße Tal. Uns angeschlossen haben sich zwei Kanadierinnen, die dankbar für die Mitnahme sind.
Davon und von vielem mehr in einem anderen Post.

Jörg