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Achtung Kanaken

Da wir heute nach Thailand einreisen, möchte ich ein paar Dinge zu Malaysien erzählen:
Das Land hat sich als äußert leicht zum bereisen erwiesen. Angefangen von gut Englisch sprechenden und freundlichen Menschen, über eine sehr gute Infrastruktur für das einfache Reisen, bis hin zu den guten Straßen, die ein zügiges vorankommen ermöglichen.
Das Land wird hauptsächlich von Malayen, chinesisch abstammenden Asiaten und ein paar Indern bevölkert. Die Glaubensrichtungen reichen vom Islam über Hinduismus & Buddhismus, bis zum Christentum. Als die Offensten und Kontaktfreudigsten erweisen sich die chinesischen Malayen, sowie die buddhistischen Malayen. Die Islamischen Malayen beobachten einen nur aus der Ferne. Generell scheinen diese hier ein wenig ihr eigenes Leben zu führen. Es gibt zahlreiche Geschäfte, die mit dem Begriff Islamik um entsprechende Kunden werben. Bankfilialen gibt es in doppelter Ausführung, z.B. Maybank und Maybank Islamik, ebenso Reisebusunternehmen. Dennoch ist man allgemein tolerant eingestellt und nur in bestimmten Gebieten muss Frau auf ihre Kleidung achten, vor allem am Strand.
Sprachen werden hier viele gesprochen. Ein Einheimischer hat mit der Zahl 5 angegeben. Darunter war Hokkien (Chin. Dialekt), Malayisch, Englisch und noch zwei weitere Dialekte. Da das Malayische Alphabet lateinische Symbole verwendet und viele Worte aus dem Englischen eingegliedert wurden, kann auch das westliche Bleichgesicht einige Worte schnell verstehen. Ein paar Beispiele:
Der Bus – engl. Bus – Malay: bas
Das Taxi – engl. taxi – Malay: Teksi
Der Tee – tea – Teh
Die Schule – school – sekolah
Das Moped – motobike – motosikal

Und nun die Überleitung zur Überschrifft: wer schon immer mal die Herkunft des Wort Kanaken finden wollte, könnte hier erfolgreich werden, denn es wird ständig vor ihnen gewarnt: ‘AWAS […] Kanak-Kanak sekolah di hadapan’ bedeutet soviel wie “Achtung Schulkinder voraus”

Bis dann irgendwann in Malaysien, Jörg

Water World Wild – Funpark

Für die Nettigkeit, den Funpark kostenlos zu testen und uns auf dem Gelände übernachten zu lassen, möchte ich hier das ganze etwas bewerben und somit für die Gastfreundlichkeit bedanken:
Also, wenn ihr mal nach Malaysien kommt und die Insel Penang besucht, besucht auch den Water Funpark WaterWorldWild.com.my

Gruß & Dank an Melvin

Penang Island – George Town

Die Insel Penang ist bereits seit dem 2. Jahrhundert nach Christus ein wichtiger Handelsknoten u.a. für Seide und Gewürzen. In seiner langen Geschichte, wechselte Georgetown öfters den Besitzer und so verwundert es nicht, dass hier Menschen und Ethnien aus der ganzen Welt vertreten sind.
Am Ankunftsabend besuchen wir den Nachtmarkt in Batu Ferringi, einem Ort ganz im Norden der Insel. Dort reihen sich auch die verschiedenen Hotels aneinander und am Strand kann man sein Geld für Jetski, Bananaboot fahren oder Pferdereiten ausgeben.
Nach kurzem Flanieren und einem Abendessen, fahren wir an die Grenze des im Nordosten gelegenen Nationalparks. Unweit davon finden wir ein Stück Paradies, eine (fast einsame) Lücke zum Strand.
Den nächsten Morgen lassen wir es gediegen angehen, bei Toast, baked Beans und Kaffee. Den Mittag über flüchten wir in ein Einkaufszentrum und besorgen u.a. Kleinkrams, um ein wenig besser Ordnung im Fahrzeug halten zu können.
In einer stadtnahen Bucht, der Moonlight Bay, treffen wir auf den Malayen Melvin, der dort den ersten Aquafunpark Malaysiens aufmachen will. Der schwimmende Hindernissparcour steht bereits und die ersten Probeläufe mit Jungen Locals sind im vollen Gang. Uns lädt er auch ein und so laufen, klettern und springen über die Hindernisse, oder fallen unverhofft ins Wasser. Für den Abend lädt Melvin uns ein dort am Strand zu übernachten. Wir nehmen das Angebot an aber fahren zunächst zurück in die Stadt, um mit den Kanadierinnen und ihrem flüchtigen bekannten Russel zu Abend zu essen.
Die Nacht in der Moonlight Bay ist schön und dank unseres Allrads, schaffen wir es auch die steile Geröllrampe hinauf und zurück auf die Straße. In der Stadt wechseln wir auf einen Motorroller, um flexibler zu sein. Nach einem Besuch der kleinen Gässchen in Hafennähe, fahren wir auf einen nahegelegenen Berg zum Kek Lok Si Tempel. Dort steht u.a. die 36m hohe Statue der Muttergöttin Kuan Yin, als auch die 30m hohe Pagode Ban Po Thar.
Zurück in der Stadt geht es noch schnell zum Blauen Herrenhaus von Cheong Fatt Tze und vorbei an diversen Moscheen. Zum Abendessen sind wir bei den Kanadierinnen in Russels Wohnung eingeladen.
Am Folgetag entschließen wir uns diebessichre Insel zu besuchen. Auf der Insel befindet sich ein Stausee für Trinkwasser und Strom. Kaum haben wir den hinter uns gelassen, geht es durch den Dschungel und entlang einer kleinen Passstraße. Dort begegnen wir einem holländischen Pärchen, die ebenfalls mit einem alten Toyota HZJ75 unterwegs sind, und dessen Aufstelldach von unserer Toyowerkstatt in Deutschland – Tom’s Fahrzeugtechnik – stammt.
Wir unterhalten uns, täuschen Infos und Emailadressen aus und fahren weiter.
Ganz im Süden endet die Straße an einem Strand. Dort befinden sich jedoch nur muslimische Personen, die voll begleidet baden gehen und da Miriam dazu keine Lust hat, fahren wir weiter.
Am Flughafen der Insel vorbei geht es zum Schlangentempel. Sowohl innen vor dem Altar, als auch draußen in einer Art Freigehege, liegen die Schlangen und tun nix. Für Touris gibt es Vipern um den Hals gelegt, ansonsten kann man dort regulär beten.
Am Abend besuchen wir erneut den Nachtmarkt und übernachten in der Moonlight Bay. Es ist unsere vierte und letzte Nacht auf Penang

Abfahrt Cameron Highlands nach Penang

Zunächst ein kleiner Rückblick: noch in Tanah Rata, wollen wir einen Wasserfall besuchen, der im Lonely Planet markiert ist. Mit dem Allrad fahren wir soweit wie es geht und umgehen so eine knöcheltiefe Matschstraße. Die letzten Meter laufen wir und treffen dabei zwei Mädels aus Kanada, die ebenfalls etwas wandern wollen. Wir kommen ins Gespräch und wandern gemeinsam weiter. Der Wasserfall und dessen Kasskaden sind mäßig schön, vor allem wegen dem Müll der im Bachbett liegt. Wir beschließen umzukehren und nehmen die Mädels hinten drin mit. Für den Abend verabreden wir uns in deren Hostel.
April und Zara, von der Westküste Kanadas, durchstreifen mit dem Rucksack Süd-Ost Asien. Man findet sich und den nebenbei getrunkenen Schnaps sympathisch und so laden wir die beiden ein uns auf der Talfahrt zu begleiten.
Am nächsten Tag besuchen wir gemeinsam noch die BOH Teefarm. Der Tee aus frischen Teeblättern schmeckt wunderbar und wir verlassen am Nachmittag den verregneten Ort.
Auf dem Weg ins Tal kommen wir an vielen weiteren Gemüse und Teeplantagenbesuchsbzurück vorbei. Der Regen wird heftiger und wir sehen die Folgen eines heftigen Erdrutsches, dessen rotbraune Erde sowohl die Straßen, als auch die Seiten der dort geparkten Autos vollgekleistert hat.
Auf den folgenden Kilometern verkeilt sich die Trommelbremse hinten links nach einer stärkeren Bremsung in Folge dessen diese heiß läuft und allgemein das Ansprechverhalten der Bremse stark nach lässt. Also Zwangspause zum abkühlen an einer Tanke im Tal. Wir werden schnell der Mittelpunkt der anwesenden Personen und die Kanadierinnen freuen sich dieses Schauspiel mal aus der Beobachterrolle zu betrachten.
Es nähert sich der Abend. In Ipoh schmeißen wir die beiden an einem Hostel raus und gehen uns selbst einen Nachtstandort suchen.
Fündig werden wir auf dem Parkplatz eines chinesisch-buddhistischen Tempels, der direkt am Fuß eines Kalkberges steht. Die Messe ist im vollen Gange, doch kurz darauf kommen die Gläubigen heraus und mustern uns. Drei von ihnen wagen den Vormarsch und nach dem das Eis gebrochen ist, darf jeder mal einen Blick ins Innere des Womos werfen.
Während Miriam die Meute mit Infos versorgt, installiere ich die Gasflasche auf dem Dach. Mit einem langen Schlauch zum eigentlichen Gasfach, haben wir jetzt volles Kochvergnügen und müssen nicht andauernd die Flasche aus und in den Wohnraum hieven.
Am Morgen besuchen wir kurz den Tempel und zünden eine (Opfer/Wünsch/Spenden) Kerze an. Wir gabeln die Mädels am Hostel auf und weiter geht es nach Penang.

Eldorado für Land Rover Defender: Cameron Highlands

Von den Locals empfohlen, vom Lonely Planet bestätigt und von der Hoffnung auf Abkühlung getrieben, treibt es uns hinauf zu den Cameron Highlands.
Etwas übereifrig der übersichtlichen Fahrdistanz bis zur ersten größeren Ortschaft in den Highlands, fahren wir am späten Nachmittag in den Pass hinein. Doch die 60km beginnen sich rasch immer mehr zu winden und wenden. Da nach einer Stunde Fahrt das Tageslicht ausgeht, und wir eigentlich die Landschaft des Passes genießen möchten, unterbrechen wir die Auffahrt auf halber Strecke und halten neben einem einsamen Verkaufsstand.
Die Nacht auf rund 600m NN ist frisch!
Am nächsten Morgen ist der Verkaufsstand von ein paar Jungs besetzt, die Bohnen verkaufen und das Auto beobachten.
Auf den folgenden Kilometern häufen sich die Verkaufsstände, die Früchte, Gemüse und Ratanmöbel verkaufen. In den Kehren verlaufen kleine Wasserläufe und Fälle – an einem pausieren wir für meine morgendliche Wäsche.
Auf rund 1400m Höhe erwartet uns die erste Stadt. Hier wird gehandelt mit Gemüse und Früchten, u.a. mit Erdbeeren und Tee. Und hier beginnt das Eldorado! Landrover Defender älterer Serie als Pickup mit zusätzlichem Dachgepäckträger über Kabine in Hülle und Fülle. Auch ein Toyota Landcruiser BF40 Stand am Straßenrand. Zum Verständniss: Bevor ich unser jetziges Auto kaufte, las ich mich durch diverse Foren und u.a. diese Modelle sind der Inbegriff von unverwüstlichen Off-Roadern Weltweit und z.T. echte Oldtimer. Kurz um: ich bin eher der Fan von Höherlegung und Schnorchel als GoKart und Chromefelgen.
Mehr Infos zum BJ40 gefällig? LandCruiser BJ40
Der Zielort Tanah Rata liegt auf ca. 1400m und ist eine Touristenhochburg, sowohl für einheimische, wie auch Backpacker. So verwundert nicht das Touriangebot von Bars, Shops und Massageräumen oder geführte Trekkingtouren durch den Dschungel. Für die Unterkunft stehen Backpacker Hostels und High Class Resort Hotels zur Verfügung, die einen zum Teil mit Märchenthematiken einladen zum bleiben. Zur Zeit sind Schulferien, dementsprechend ist der Ort gut gefüllt.
Neben den schönen Dingen gibt es aber auch unerfreuliches zu berichten. So werden viele Flächen des tropischen Urwaldes für Agrarprodukte gefällt und aufbereitet. Eine Gemüseplantage reiht sich an die nächste. Bienenstöcke stehen in Reihen am Rande der Felder für die Besteubung bereit, eine Fläche weiter spritzt der Bauer irgend ein Mittel auf die Pflanzen – er trägt einen Atemschutz. So weit so gut, jedoch Unwissenheit schützt nicht: Viele Hänge erodieren und es kommt zu Erdrutschen auf Grund mangelnder Bodenbefestigung. Im Tal reihen sich die Kokosnussplantagen meilenweit aneinander, alles Monokulturen für die Ölgewinnung für Kosmetika und Lebensmittel, betrieben von großen Konzernen.
Am Ende des dritten Tages geht es nach einem Teeplantagenbesuchsbzurück ins heiße Tal. Uns angeschlossen haben sich zwei Kanadierinnen, die dankbar für die Mitnahme sind.
Davon und von vielem mehr in einem anderen Post.

Jörg

Kuala Lumpur und eine wegweisende Begegnung

Nach diversen kleinen Problemchen wollten wir nun also in die Hauptstadt Malaysias Kuala Lumpur. Nach einer idyllischen Übernachtung außerhalbs machten wir uns auf den Weg. Unterwegs fällt uns ein Laden mit Alpine Radios auf, da halten wir natürlich sofort an. Schließlich haben wir noch kein neues. Es stellt sich heraus, dass das gleiche Radio hier umgerechnet 400€ kosten soll. So ein Mist, also kaufen wir keins. Die Straße führt uns unmittelbar zu den Petronas Towers, die bis 2004 die höchsten Gebäude der Welt waren. Nach längerer Parkplatzsuche (wir sind zu hoch und zu lang!) finden wir schließlich einen und kaufen uns Tickets für eine nächtliche Besichtigung der Türme. Wie auch in Singapur gibt es hier wieder Shopping der Superlative, direkt an die Petronas Towers grenzt eine Shoppingmall die ihres gleichen sucht. Uns zieht es raus an die prächtigen Springbrunnen. Neben den Petronas Towers, die im Golden Triangle stehen, wird Chinatown als sehenswert angepriesen. Also machen wir uns dahin auf und nehmen das Auto, wie wir später im Stau steckend bereuen, mit. Chinatown ist dass absolute Kontrastprogramm : volle enge kleine Gassen, allerlei gefälschte Luxus Artikel und jeder Verkäufer will uns eine Rolex, Handtasche oder Trikot verkaufen. Mir wird das Rumgeschubse schnell zu viel und gehe wieder zurück zum Auto. Auf einmal tauchen an meinem Fenster zwei Deutsche auf, deren Gesichter leuchten und mir erklären, sie seien ebenfalls unterwegs in einem Auto (schaue unter Links nach ihrer Website). Nach kurzer Unterhaltung wird klar, dass die beiden unsere ursprünglich anvisierte Route durch China in die Mongolei fahren. Diese hatten wir ja aufgrund der hohen Kosten abgeblasen ( teures Visum und den chinesischen Guide bezahlen). Kathi und Martin haben noch ein weiteres Pärchen in unserem Alter gefunden, die mitkommen wollen und so reduzieren sich die Kosten. Also überlegen wir jetzt ob wir da mitfahren sollen und im April statt Indien, Pakistan und Iran in 20-30 Tagen durch China fahren uns dann ein bisschen die Mongolei anschauen und dann Mitte Ende Mai uns auf den, ähm, von Ulan Bator aus auf den Heimweg von schlappen 8000 km machen. Klingt verrückt, ist auch so…. Positiv anzumerken sei, dass es eine geteerte Straße von Ulan Bator durch ganz Russland usw. gibt.

Um der Hitze von Kuala Lumpur zu entfliehen machten wir uns dann auf Richtung Cameron Highlands, dass so auf 1500 m Höhe liegt. Auf dem Weg dahin waren wir dann tatsächlich, weil es ja so kalt ist, noch in heißen Quellen baden. Baden gehen die Leute hier, Mann wie Frau, übrigens komplett angezogen. Das ist total ulkig wenn man aus dem Wasser geht und die Kleidung ungefähr 20 kg wiegt.

Bis bald und liebe Grüße,

Miriam

erneut abgeschleppt

Es ist Tag 4 und wir fahren Richtung Kualar Lumpur, als plötzlich das Auto komisch vibriert und deutliche Geräusche macht. Wir halten rechts an und überprüfen den Unterbau. Die Erstdiagnose deutet auf das linke Hinterrad. So rollen wir noch ein paar Meter weiter und von der Straße runter. Ich bocke das Auto hoch und demontiere das Hinterrad. Es fallen mir 4 der 6 Bolzen entgegen, die den Spacer (Distanzscheibe, die zwischen Rad und Radaufhängung montiert ist) mit der Radaufhängung halten. Sie sind gebrochen! Wären die verbliebenen auch noch gebrochen, wäre das Rad fort geflogen.
Miriam geht an den anliegenden Häusern um Hilfe bitten. Die erste Frau traut sich nicht so recht zu helfen, da ihr Mann beim Abendgebet sei – es ist 1900 Uhr. Am zweiten Haus haben wir mehr Glück. Der Mann versteht grob das Problem und organisiert telefonisch eine Werkstatt und einen Abschleppdienst.
Während wir warten, erzählt die Frau aus ihrer Vergangenheit, ihrem Studium in Singapur und den 5 Kindern. Der Älteste ist 17, die Jüngste 9 Monate.
Der Fahrer des Abschleppwagens macht sich Sorgen um das Gewicht unseres Autos, doch ich versichere ihm, dass wir nur 3Tonnen wiegen würden. Er nimmt uns mit zur Werkstatt wo wir das Auto über Nacht stehen lassen. Die Nacht verbringen wir im Hotel.
Die Jungs in der Werkstatt verstehen ihr Handwerk und so sind schnell 6 neue Bolzen eingesetzt und wir können weiter reisen. Erwähnenswert sei hier noch die Rechnung: 150MR Abschleppkosten, 118MR für 6 Schraubbolzen & 80RM für die Arbeitsleistung.
Zusammen mit dem Hotel ist unser Barbestand an malaysischen Ringgit gerade mal wieder auf 0 gesunken, wie schon so oft in den letzten drei Tagen. Aber das ist eine andere Geschichte

Batu Pahat, Melaka und ein Wasserfall

Nach der ersten leicht misslungenen Nacht suchten wir uns für den nächsten Abend ein schönes Quartier neben einem Leuchtturm in der Bucht von Batu Pahat. Nach einer guten Nacht machten wir uns auf nach Melaka, einer Stadt gelegen an der Westküste Malaysias auf dem Weg nach Kuala Lumpur. Die Stadt ist geprägt von ihrer Vergangenheit als Kolonie verschiedenster Mächte: gegründet vom einem hinduistischen Prinzen, dann unter chinesischem Protektorat, beherrscht von Portugiesen, Holländern, und schließlich den Briten. So ergibt sich ein angenehmer Mix verschiedener Baustile und Kulturen, uns zog es nach dem Einkauf in einer dieser abartig riesigen Einkaufszentren nach Chinatown, wo es tolle Cafés und kleine Läden mit Antiquitäten gibt. Leider können wir nicht so viel mitnehmen, wie wir gerne wollten, sonst müssten wir wohl noch einen Anhänger hinterher schleppen. So schlürften wir Mochitos und Kokusnusssaft direkt aus einer Kokosnuss. In der Umgebung fanden sich neben hinduistischen auch chinesische Tempel und Moscheen. In Malaysia sind die meisten Einwohner Moslems, was auch immer wieder zu lustigen oder beirrten Blicken führt, wenn ich irgendwo unverschleiert rumlaufe. Da der Islam aber keine Staatsreligion ist, und allerlei anderen Glaubensrichtigungen nachgegangen wird, scheint dies aber kein wirkliches Problem zu sein. Die meisten Leute freuen sich, uns und das Auto zu sehen, und so verbringen wir öfter Zeit damit, andere Leute mit unserem Auto zu unterhalten. Dabei immer freundlich lachen, denn oft ist die Kommunikation auf Englisch sehr interessant.

Von Melaka aus sind wir ein Stückchen ins Landesinnere und Süden gefahren, um in einem Nationalpark einen großen Wasserfall zu besichtigen ( für die, die es noch nicht wissen: Jörg liebt Wasserfälle). Nach einer absolut schweißtreibenden Wanderung durch den Dschungel auf (nur) 300 m Höhe wurden wir belohnt. Pitschnass wie man von der Wanderung ist, ist der einzige Unterschied, wenn man dann im Wasser ist, die Temperatur. Da kommen einem 18 Grad eisig vor, wenn es 30 Grad Lufttemperatur und gefühlte 100% Luftfeuchtigkeit hat. Ich weiß, aus Deutschland gibts da jetzt wahrscheinlich kein Mitleid :).

Bald geht es nach Kuala Lumpur, ich hoffe euch geht es allen gut,

Liebe Grüße,

Jörg und Miriam