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Autoreperatur – Schönes neues Jahr 2014

Noch vor der Abfahrt nach Khaolak, legen wir einen Autoreperaturtag ein. Unser Hubdach hat hinten zwei Löcher bekommen, da es sich insgesamt verzogen hat. Vorne Links sind am Kippscharnier zwei Nieten gebrochen und das Dach ragt dort ein/zwei Zentimeter nach vorne raus.
Dank der Hilfe der anderen Overlander in Phuket bohren wir alle Blindnieten auf, die den Stoff halten. Dann wird das Dach mit vereinten Kräften nach vorne gekippt und bei 90 Grad mit Ratschgurten arretiert. Ein weiterer Ratschgurt zieht das Dach in Position und wir können neue Nieten setzen.
Wir verstärken auch die rechte Seite mit weiteren Nieten und lassen das Dach ab. Am Abend sind alle Nieten des Stoffzeltes erneut gesetzt und wir sind zufrieden mit dem Werk.
Hoffentlich hält es jetzt.

30.12.2013

Phuket

Nach den schönen Tagen in Ton Sai und Ao Nang verabschieden wir uns von der Region Krabi. Wenn es nach mir geht, könnte man zum Klettern dort wahrscheinlich ewig bleiben. Das Auto ist unversehrt als wir es bei Charly abholen und so düsen wir in Richtung Phuket, um uns mit unseren zukünftigen China-Reisegefährten zu treffen. Wir hatten sie ja bisher nur kurz gesehen und sind sehr gespannt.
Phuket ist eine Insel, die über eine Landbrücke erreichbar und bekannt für Party und Highlife ist. Aufgrund der wunderschönen Strände ist Phuket Hauptziel der großen Touristenmassen, die jedes Jahr nach Thailand strömen. 2004 war Jörg zum ersten Mal hier, direkt nach dem Tsunamiunglück, um für das ZDF Krisenberichterstattung zu betreiben. Die Zerstörung in Phuket war von Bucht zu Bucht (je nach Lage und Beschaffenheit) unterschiedlich stark, jedoch starben viele ausländische Touristen in Patong Beach, weshalb die westliche Berichterstattung sich vor allem auf dieses und andere Touristenorte stütze. Daher war er gespannt auf Patong Beach und wie es sich mittlerweile entwickelt hat. Doch zunächst fahren wir ein Resort im Norden der Insel an, um dort andere Overlander (= Reisende über Land) zu treffen.
Auf den ersten Blick sieht man aber nicht Kathi und Martin mit ihrem Herr Lehmann, sondern zwei große LKW, die sie größenmäßig leicht in den Schatten stellen. Wir staunen nicht schlecht und parken am Rand der Runde. Wie wir später lernen ist der Wagen von Verena und Wolfi, zwei Overlandern aus Österreich, ein ehemaliges Streufahrzeug und Lorenz und Gisela (aus der Schweiz) ziehen einen kompletten Container auf 4 Achsen hinter sich her.
Mit nun vier Autos sowie diversen Besuchern der anderen Overlander ist auf dem Platz ordentlich was los. Es wird Musik gemacht und einiges getrunken, Reisegeschichten erzählt und über Autos sinniert. Die Langzeitreisenden sind uns überaus sympathisch und wir hoffen sie irgendwo, irgendwann mal wieder zu treffen.
Angestachelt von Geschwindigkeitsjunkie Martin macht eine Gruppe Männer einen Ausflug zu einer Kartbahn, die Martin mit der viert besten Rundenzeit verlässt. Jörg war dank einer Rasenfahrt nur unwesentlich langsamer. Im Anschluß geht es weiter nach Patong Beach. Die Bangla Road ist die dortige Partymeile, in der sich allerlei Unterhaltungshaltungsangebot der (unangezogenen) Sorte befindet. Uns wurden Ladyboys und halbnackte Chicas versprochen, jedoch ist an diesem Sonntag Abend nur mäßig etwas los. Vom Tsunami ist nichts mehr zu sehen, es stehen neue Hotels, die Strandpromenade ist aufgeräumt, als wäre nie etwas geschehen. Lediglich das Tsunamifrühwarnsystem, als auch die Fluchtwegschilder weisen auf die Geschichte hin.

Am 31.12. brechen wir auf in Richtung Khaolak, um dort andere Overlander zu treffen und Sylvester zu feiern.

Gruß Miriam und Jörg


2.1.2014